Ratgeber · Marktlage
Gewerbestrompreise 2026: Warum Energie teurer wird – und wo Ihre Stellschrauben liegen
Netzentgelte steigen, Umlagen ziehen an, die Börse schwankt. Nur ein Teil Ihres Strompreises ist überhaupt beeinflussbar – genau dort setzen wir an.
Julian Küthe · ENEO energy
·
5 Min. Lesezeit
·
„Energie wird immer teurer“ ist für viele Betriebe keine Stimmung, sondern Alltag. Ein Blick auf 2026 zeigt, warum – und, wichtiger, an welcher Stelle Sie überhaupt etwas ausrichten können.
Woraus sich Ihr Gewerbestrompreis zusammensetzt
Ihr Strompreis besteht aus drei Blöcken:
- Beschaffung & Vertrieb – rund 47 %: der Preis, zu dem Ihr Anbieter den Strom einkauft, plus Vertrieb. Der einzige frei kalkulierte Teil.
- Netzentgelte – rund ein Drittel: reguliert, je nach Netzgebiet unterschiedlich, für alle Anbieter an Ihrem Standort gleich.
- Steuern, Abgaben & Umlagen – rund ein Fünftel: Stromsteuer und diverse Umlagen.
Für einen neuen Gewerbevertrag bis 100.000 kWh liegt der Preis 2026 im bundesweiten Schnitt bei rund 25 Cent netto je Kilowattstunde – mit deutlichen regionalen Unterschieden.
Warum die Preise 2026 hoch bleiben
- Netzentgelte steigen. Der massive Ausbau der Stromnetze kostet – und schlägt direkt auf die Netzentgelte durch, den zweitgrößten Preisblock.
- Umlagen ziehen an. Die KWKG-Umlage steigt 2026 um 61 Prozent auf 0,446 ct/kWh, die Offshore-Netzumlage um rund 15 Prozent.
- Die Börse bleibt nervös. Schon im März und im Juli 2026 trieben geopolitische Spannungen, wetterabhängige Erzeugung und die Befüllung der Gasspeicher die Preise nach oben.
Unterm Strich: Das Preisniveau bleibt strukturell hoch.
Der entscheidende Punkt – nur ein Teil ist beeinflussbar
Netzentgelte, Steuern und Abgaben sind an Ihrem Standort für jeden Anbieter identisch – daran können weder Sie noch wir etwas ändern. Beeinflussbar ist allein der Beschaffungsteil, also knapp die Hälfte des Preises.
Genau dort entscheidet sich, ob Sie günstig oder teuer einkaufen. Und genau dort setzen wir an.
Wo Ihre Stellschrauben liegen
- Wie Sie einkaufen – der größte Hebel. Strukturierte Beschaffung statt Fixierung an einem einzigen Stichtag glättet Preisspitzen und nutzt günstige Marktphasen. Mehr dazu in unserem Beitrag „Festpreis oder strukturierte Beschaffung?“
- Einkaufsmacht bündeln. Über eine große Einkaufsgemeinschaft erhalten Sie Konditionen, die sonst nur die Großindustrie bekommt.
- Verbrauch und Lastspitzen. Effiziente Technik, ein sauberes Lastprofil und Smart Meter senken den Bedarf dort, wo er am teuersten ist.
- Eigenerzeugung und Speicher. Selbst erzeugter Strom, clever gespeichert, macht Sie ein Stück unabhängiger vom Marktpreis.
Der einfachste erste Schritt
Sie müssen die Preisentwicklung nicht selbst im Blick behalten – das ist unser Job. Bei uns zahlen Sie echte Marktpreise, 1:1 weitergegeben. Wie groß Ihr Hebel konkret ist, sehen Sie am schnellsten mit Ihrer eigenen Rechnung im Sparcheck.
Wie viel hätten Sie gespart?
Laden Sie Ihre letzte Jahresabrechnung hoch – wir werten persönlich aus, wie viel Sie im letzten Abrechnungszeitraum gespart hätten. Kostenlos und unverbindlich.
Jetzt Sparpotenzial prüfenZahlen mit Stand 2026; Preisbestandteile und Umlagen ändern sich – wir halten den Beitrag aktuell.
